Wissenschaft & Transparenz

Der FCI ist ein Messinstrument in Entwicklung. Diese Seite beschreibt, worauf er aufbaut — und ebenso klar, was noch nicht belegt ist.

Worauf der FCI aufbaut

Funktion statt SymptomeSymptomskalen und funktionale Belastbarkeit sind nicht dasselbe. Der FCI misst konsequent Funktion.
Etablierte MesstraditionenDie drei Kanäle stützen sich auf langjährig etablierte Forschungsfelder: Leistungsmessung aus der Aufmerksamkeits- und Vigilanzforschung, Ruhe-Aktivitäts-Kennzahlen aus der Chronobiologie und Ecological Momentary Assessment für alltagsnahe Selbsteinschätzungen.
Intraindividueller VergleichJede Person ist ihre eigene Referenz. Das ist messmethodisch robuster und menschlich fairer als jeder Normvergleich.

Entwicklungsstand — offen deklariert

Dynergia befindet sich in der Machbarkeitsphase (Phase 0). Das bedeutet konkret:

  • Es liegen keine abgeschlossenen klinischen Validierungsstudien zum FCI vor.
  • Es werden derzeit keine Daten von Patientinnen und Patienten erhoben.
  • Jede Studie mit Patientinnen und Patienten erfolgt ausschliesslich nach Bewilligung durch die zuständige kantonale Ethikkommission (BASEC).
  • Wir machen keine Wirksamkeitsaussagen, bevor Evidenz vorliegt — auch nicht in Verkaufsunterlagen.

Das Validierungsprogramm ist konzipiert und gestuft: methodische Prüfung, Feldstudie unter Ethikbewilligung, Publikation der Ergebnisse — unabhängig davon, wie sie ausfallen.

Wie wir uns selbst prüfen

Unsere Prüfmaschinerie läuft, bevor die Studie beginnt. Der Erfolgsmassstab des Piloten ist vorab definiert, nicht nachträglich interpretiert. Die Fehlergrenzen der Messung werden beziffert und von zwei unabhängigen Stellen von Hand nachgerechnet. Über die Aufnahme einzelner Kennzahlen entscheidet eine Regel, die unterschrieben wird, bevor die Daten existieren. Ausfälle und Abbrüche werden nach einem festen Plan ausgewertet — nicht so, wie es nachher passt. Und wo die Datenlage nicht reicht, weist das System die Woche als nicht bewertbar aus, statt eine Zahl zu erfinden.

Zur Überprüfung, ob der FCI mehr misst als etablierte Symptomfragebögen, erheben wir in der Pilotstudie monatlich den PHQ-8 — bewusst ohne die Suizidalitätsfrage, weil ein unbeobachteter digitaler Kanal diese nicht verantwortungsvoll tragen kann, und strikt getrennt vom Produkt: er erscheint in keinem Bericht.

Unsere Verpflichtung

Limitationen werden dokumentiert, nicht wegretuschiert. Wo die Datenlage keine Aussage erlaubt, steht das im Bericht — wörtlich. Ein Messinstrument, das seine Grenzen kennt, ist mehr wert als eines, das keine zugibt.

Für fachliche Anfragen (Methodik, Forschungspartnerschaften): info@dynergia.ch