FÜR DIE FALLFÜHRUNG

Sehen, wo sich etwas bewegt.

Sie begleiten viele Dossiers gleichzeitig. Zwischen zwei Gesprächen entsteht heute kaum Information darüber, wie es einer Person tatsächlich ergeht — und genau dort entscheidet sich, ob eine Begleitung trägt. Dynergia zeigt den funktionellen Verlauf pro Dossier, damit Ihre Aufmerksamkeit dorthin geht, wo sie etwas bewirkt.

Es ist ein Begleitungsinstrument, kein Gutachten und kein Kontrollwerkzeug.

Dynergia ist Entscheidungsunterstützung für die Fallführung, verankert in der Autorität der behandelnden Ärztin — es beurteilt keine Arbeitsfähigkeit und verordnet keine Behandlung.

Was Sie erhalten

Pro freigegebenem Dossier einen verdichteten Verlauf — monatlich, nicht wochenweise. Dazu ereignisbezogene Hinweise, wenn ein Dossier, das bisher Daten geliefert hat, damit aufhört.

Verdichteter Verlauf, monatlichEine Kennzahl mit Verlaufspfeil pro Dossier, verglichen ausschliesslich mit der eigenen Ausgangslage der versicherten Person. Lesbar in einer Fallbesprechung, ohne Erklärung.
Hinweis bei ausbleibenden DatenWenn ein produzierendes Dossier keine Daten mehr liefert, erhalten Sie einen Hinweis mit dem Datum des letzten Eintrags. Er nennt Erfassungstatsachen und Daten — keinen Wert, keine Richtung, keine Einschätzung.
Höchstens einer pro Dossier und vierzehn TagenDamit ein Hinweis ein Hinweis bleibt und nicht zu Rauschen wird, das man wegklickt.

Nie wochenweise — und das ist eine Entscheidung, keine technische Grenze. Keine einzelne Woche im Leben einer Person soll etwas werden, das sie Ihnen erklären muss.

Der Verlauf liefert eine zusätzliche, dokumentierte Informationsgrundlage für Pensumsentscheide.

Ein steigender Wert löst keine Pensumserhöhung aus und empfiehlt keine.

Was Sie nie erhalten

  • Keine Rohdaten — keine Einträge, keine Uhrendaten, keine Antworten im Wortlaut.
  • Keinen Einwilligungsstatus. Ob und was jemand freigegeben hat, ist nicht Teil dessen, was Sie sehen.
  • Keine Wochensicht, auch nicht auf Anfrage. Sie existiert für die Fallführung nicht.
  • Keine Aussage zur Arbeitsfähigkeit. Diese ist eine ärztliche und rechtliche Aufgabe; das Instrument trifft sie nicht und bereitet sie nicht vor.
  • Keine Meldung bei fallenden Werten. Es gibt keinen Alarm, der bei einer schlechten Woche ausgelöst wird.

Diese Grenzen schützen die Arbeitsbeziehung, nicht das System. Ein Instrument, das Sie bei einer schlechten Woche anpiepst, macht Sie zur Überwachung — und die versicherte Person weiss, dass Sie das nicht sind. Sie bliebe dann bei dem, was sie Ihnen sagt, vorsichtig, und der Verlauf wäre wertlos für beide.

Was es im Gespräch ändert

Der Verlauf ist ein Gesprächsanfang, keine Diagnose. Er gibt Ihnen einen Anlass, nach etwas zu fragen, das Sie sonst erst Wochen später erfahren hätten — und er gibt der versicherten Person etwas, worauf sie antworten kann, statt eine Frage ins Leere.

Ein Anlass statt einer VermutungSie sehen, dass sich etwas verändert hat, und können danach fragen. Wie es der Person damit geht, sagt Ihnen weiterhin nur sie selbst.
Belastungsschritte bleiben ärztlich abgestütztEine Steigerung wird ärztlich freigegeben. Sie tragen die medizinische Entscheidung nicht allein — und sollen es nicht.

Wie eng jemand begleitet wird, ist heute Zufall

Die Qualität der Begleitung hängt davon ab, bei welcher Kasse jemand versichert ist und wer den Fall führt. Das ist keine Kritik an einzelnen Fallführungen — es ist eine Folge davon, dass niemand denselben Verlauf sieht.

«Wie eine Krankschreibung begleitet wird, hängt heute stark davon ab, bei welcher Kasse jemand versichert ist und wer den Fall führt. Manche warten Monate, bis überhaupt eine Begleitung beginnt.»

Hausarzt, langjährige Praxis

Ein gemeinsames, ehrliches Bild des Verlaufs zieht einen Boden unter diese Streuung. Es macht gute Begleitung nicht überflüssig; es macht sichtbar, wo sie ansetzen kann.

Stimmen aus der Praxis

«Das könnte Menschen wirklich helfen, ihren eigenen Prozess zu verfolgen.»

Care Managerin mit 20 Jahren Erfahrung

«Ich kenne kein Instrument, das so etwas misst.»

Care Managerin mit 20 Jahren Erfahrung

Einführung

Zur Einführung gehört ein strukturiertes Onboarding für die Fallführung: wie ein Verlauf gelesen wird, wo seine Grenzen liegen und an welcher Stelle die ärztliche Freigabe steht. Die Grenzen des Instruments werden dabei ebenso vermittelt wie seine Anwendung.

Entwicklungsstand

Die eigene Arbeitsumgebung für die Fallführung — Codeausgabe, monatlicher Überblick, authentifizierter Zugriff auf freigegebene Berichte — ist entworfen und entsteht mit der Pilotstudie. Sie ist heute nicht gebaut.

Bis dahin erreichen Berichte die Fallführung nur auf einem Weg: die versicherte Person gibt eine laufende Kopie frei. Ohne diese Freigabe erhalten Sie nichts.

Für Fragen: info@dynergia.ch