Die Methode

Der Functional Capacity Index bündelt drei Messkanäle zu einer wöchentlichen Kennzahl. Er misst Funktion — nicht Symptome, nicht Befinden, nicht Diagnosen.

Die drei Kanäle

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1

Aufmerksamkeitskapazität

Ein kurzer, wöchentlicher Leistungstest im Browser, aufgebaut auf etablierten Paradigmen der Aufmerksamkeits- und Vigilanzforschung. Gemessen wird nicht, ob jemand eine Aufgabe lösen kann, sondern wie stabil die Leistung über die Testdauer bleibt.

2

Tagesstruktur & Erholung

Die Regelmässigkeit des Schlaf-Timings und die subjektive Erholung, morgens in einem kurzen Schlafblock berichtet. Primäres Mass ist die Nacht-zu-Nacht-Variabilität des Schlafmittelpunkts; die Erfassung folgt dem Sleep Regularity Index, dessen ursprüngliche Berechnung auf täglichen Schlaftagebüchern beruht (Phillips et al. 2017). Wer Uhrendaten optional wöchentlich hochlädt, ergänzt die Ebene um passive Ruhe-Aktivitäts-Masse — ohne Sensor werden diese als nicht erfasst ausgewiesen, nie geschätzt. Keine Schrittzahlen, keine Standortdaten, keine Inhalte.

3

Vorhaben und Umsetzung

Morgens eine kurze Absichtsfrage, abends eine kurze Umsetzungsfrage. Die Differenz zwischen Vorhaben und Umsetzung ist ein eigenständiges Funktionssignal — erhoben in weniger als einer Minute pro Durchgang.

MoDiMiDoFrSaSo
zwei kurze Einträge täglichwöchentliche TestsitzungÜbertragung der Uhrdaten

Der Wochenbericht

Das Ergebnis ist eine Seite pro Woche: der FCI mit Verlaufspfeil, die Teilverläufe, die Datenqualität und ein Satz in Klartext. Der Bericht ist bewusst so gebaut, dass er in einer Fallbesprechung ohne Erklärung lesbar ist.

Die ärztliche Autorität

Jeder Schritt in der Wiedereingliederung setzt zweierlei voraus: ein stabiles Datenbild und die Freigabe der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes. Die Daten informieren; die Entscheidung bleibt ärztlich. Der Bericht geht zuerst an die versicherte Person. Sie entscheidet, wer ihn zusätzlich erhält, und kann jede Freigabe einzeln widerrufen.

Dynergia ist Entscheidungsunterstützung für die Fallführung, verankert in der Autorität der behandelnden Ärztin — es beurteilt keine Arbeitsfähigkeit und verordnet keine Behandlung.

Was der FCI nicht ist

Der FCI stellt keine Diagnosen, verordnet keine Behandlung, beurteilt keine Arbeitsfähigkeit und ist kein Überwachungsinstrument. Er ersetzt weder das ärztliche Urteil noch das Gespräch — er gibt beiden eine gemeinsame, fortlaufende Datengrundlage.

Vergleich nur mit sich selbst

Alle Werte werden ausschliesslich gegen die eigene Ausgangslage der ersten Wochen standardisiert. Es gibt keine Normtabellen, keine Vergleiche zwischen Personen, keine Schwellenwerte, die «bestanden» werden müssten.

Fragen zur Methode: info@dynergia.ch